Libcice an der Moldau

Pohled z roku 1923
Libčice an der Moldau
Die Stadt liegt nordwestlich von Prag tief im Moldautal, das von markanten Felsen umschlossen wird. Heute leben hier 3200 Einwohner. Die Besiedlung des Gebietes begann schon in der Urzeit. Die erste urkundliche Erwähnung im Grundbuch des Břevnov - Klosters stammt aus dem Jahre 993. Der knotige Zweig im Stadtwappen erinnert an die Geschichte der Stadt. Später gehörte Libčice zum Zbraslav-Grossgrundbesitz. Libčice an der Moldau ist aus drei ursprünglichen Ortschaften entstanden. Durch den Bau der Eisenbahn in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stieß die Industrie auch in die bis dahin nur landwirtschaftlich genutzten Gebiete vor. Eine lange Tradition hat das Kirchweihfest in Libčice, das jedes Jahr am ersten Wochenende nach dem Festtag des Hl.Bartholomeus stattfindet (24. August). An vielen Plätzen der Stadt wird ein reichhaltiges kulturelles Programm geboten.

Kostel sv. Bartoloměje Katholische Kirche zum Hl. Bartholomeus
Die Kirche zum Hl. Bartholomeus wurde in den Jahren 1763 bis 1766 auf dem Platz der ursprünglich romanischen und danach gotisch umgebauten Kirche errichtet. Sie wurde im Jahre 1769 eingeweiht. Die Gemälde erinnern an die Folterung des Hl. Bartholomeus, an den Hl. Josef, an die Heiligen Cyrill und Method, den Hl. Wenzel und den Hl. Johann von Nepomuk. Die Bartholomeus-Glocke hat bis in unsere Zeit alle Kriege, in denen andere Glocken konfisziert wurden, überlebt. Die Kirche steht unter Denkmalschutz

Socha Krista - F. BílekChristus-Statue am katholischen Friedhof
Der ursprüngliche katholische Friedhof befand sich neben der Kirche. Im Jahre 1854 wurde der neue Friedhof angelegt. Seine Sehenswürdigkeit und ein bildhauerisches Kunstwerk ist eine Christus-Statue in Überlebensgrösse, welche eine der Grüfte schmückt. Schöpfer der Statue ist der bekannte Bildhauer Frantiąek Bílek.

Evangelische Kirche
Der Grundstein wurde im Jahre 1863 gelegt. Im Jahre 1867 wurde die böhmisch-brüderliche Kirche eingeweiht. Die Kirche ist im Stil des damaligen Historismus gebaut. An der Stirnwand ist eine Platte mit einem Relief von Jan Hus. Das Innere ist schlicht und einfach, es entspricht der calvinischen Frömmigkeit.Dieser Kirche wurden viele weitere Gemeinden zugewiesen, denn sie ist einzige böhmisch-brüderliche evangelische Kirche in der Umgebung. Der evangelische Friedhof wurde schon vor der Entstehung der Kirche ausserhalb des bewohnten Stadtgebiets angelegt.

Libčické koupalištěInmitten eines naturbelassenen Areals befindet sich ein Schwimmbecken von 50 Metern Länge mit einem eigenen Kinderbassin. Weiters gibt es Sport- und Erholungsmöglichkeiten verschiedener Art.



Fähre
Eine Fähre verbindet Libčice an der Moldau mit dem rechten Ufer des Flusses. Sie ist eine der letzten Fähren, die am Unterlauf der Moldau erhalten sind. Sie verkehrt regelmässig, auch Samstag und Sonntag. Die Wege am rechten und linken Moldauufer in romantischer und ruhiger Lage laden zu Fuss-und Fahrradausflügen ein.

Wasserkraftwerk Libčice - DolanyHrádek
Am linken Moldauufer wurde im Jahre 1998 ein modernes Wasserkraftwerk im Betrieb genommen. Es nutzt das hydroenergetische Potential des Flusses. Die technologische Ausstattung besteht aus zwei horizontalen Kaplanturbinen. Die Umgebung des Wasserkraftwerkes ist naturgerecht angelegt und dient als Erholungsraum.

Wie kommen Sie nach Libčice an der Moldau?
Mit dem Auto von Prag 6 - Dejvice in Richtung Roztoky oder in Richtung Kralupy an der Moldau. Mit dem Zug von Prag Masaryk - Bahnhof in Richtung Kralupy an der Moldau. Zu Fuss oder mit dem Fahrrad von Prag - Trója längs des rechten Moldauufers zur Fähre oder wie mit dem Auto.